Das Betriebsrentenstärkungs- gesetz (BRSG) ist zum 01.01.2018 in Kraft getreten, doch die spannendste Änderung beginnt zum 01.01.2019!
Ab diesem Zeitpunkt müssen Arbeitgeber zu allen neuen Verträgen, bei denen sie eine Sozialversicherungsersparnis erzielen ihrem Arbeitnehmer einen Zuschuss in Höhe von 15% zahlen.
Viele Unternehmen unterschätzen diese Thematik, sie denken: „Ich zahle ja schon einen Zuschuss, also bin ich auf der sicheren Seite!“
Leider nein! Denn alleine dieser Pflichtzuschuss bewirkt, dass die Versorgungsordnungen in den Unternehmen angepasst werden müssen und für die Neuverträge korrekte Entgeltumwandlungsvereinbarungen (EUV) geschrieben werden.
Was denken Sie wie wird es innerhalb der Belegschaft sein, wenn Mitarbeiter seit Jahren eine bAV haben und Entgelt umwandeln, aber keinen Zuschuss bekommen – die jüngeren Kollegen dann schon!
Nebeneffekt: Die ganzen Vertriebe werden im nächsten Jahre Ihre Vertriebspartner auf dieses Thema heiß machen! Neue staatliche Förderung = Neuer Vertriebsansatz. Für Sie als Unternehmer bedeutet das wiederum, Ihre Mitarbeiter werden mit Verträgen bei Ihnen auf der Matte stehen und eine betriebliche Altersvorsorge wollen.
Wenn Sie jetzt keine einheitliche Lösung und Versorgungsordnung präsentieren können,

kann es passieren, dass sie unzählige Anbieter mit unterschiedlichen Modellen in Ihr Haus bekommen.
Ein haftungstechnischer Alptraum und vorprogrammiertes Chaos bei der nächsten Betriebsprüfung.

Der nächste Streich folgt sogleich:
Es hört sich vielleicht so an, als ob Sie noch Zeit hätten. Der 01.01.2022 steht schon vor der Tür! Dann heisst es: Pflichtzuschuss auch für Bestandsverträge (bei denen Sie SV-Ersparnis erzielen)!
Wer sich nicht rechtzeitig  darauf vorbereitet, brauch sich 2022 gar nicht mit dem Gedanken befassen sich um seine Kerntätigkeit kümmern zu können. Sie müssen prüfen ob die Altverträge ein sog. 40b oder ein 3.63 Vertrag.
40b Verträge fallen in die Förderung des steuerlichen Dotierungsrahmen und 3.63er zusätzlich in die SV-freiheit. Dann müssen Sie nur noch entscheiden was Sie mit Verträgen machen, bei denen die Mitarbeiter über den Beitragsbemessungsgrenzen verdienen. Auch bezuschussen oder nicht? Verpflichtet sind Sie nicht. Der letzte Akt ist dann auch hier nur noch die EUV anpassen und die Versorgungsordnung aktualisieren.

Handlungsempfehlung: Machen Sie es jetzt schon!

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