Die 5 häufigsten Fragen zur betrieblichen Altersvorsorge

Welche Vorteile hat die betriebliche Altersvorsorge?

Für Sie als Arbeitgeber hat die betriebliche Altersvorsorge folgende Vorteile:
Sie sparen Steuern und Sozialabgaben, dadurch erhöht sich Ihre Sparleistung um ca. 50% gegenüber einem privaten Sparvertrag. Logischerweise erhöht sich auch die zu erwartende Rente und Ihre Versorgungslücke im Alter wird deutlich reduziert.
Ihr Arbeitgeber zahlt in Zukunft mindestens einen Zuschuss in Höhe von 15% zusätzlich zu Ihrem umgewandelten Brutto-Sparbetrag.
Bei der betrieblichen Altersvorsorge nutzen Sie sozusagen Geld, das Sie heute schon an andere bezahlen – in Zukunft für Ihre Versorgung im Alter.

Was passiert bei einem Arbeitgeberwechsel?


Hier gibt es mehrere Möglichkeiten:
Der neue Arbeitgeber kann Ihren Vertrag einfach weiterführen, er nimmt die Versicherungsnehmerstellung ein und überwiest die Beiträge mit der Gehaltszahlung auf Ihren bestehenden Vertrag. In Zukunft ist er sogar verpflichtet sich an den 15% Zuschuss zu halten.
Ihr Vertrag wird in ein bestehendes Versorgungswerk übertragen. Hier können vor allem bei alten Verträgen Nachteile entstehen. Lassen Sie das im Vorhinein von einem Fachmann prüfen.
Die unattraktivste Lösung wäre den bestehenden Vertrag beitragsfrei zu stellen und einen komplett neuen Vertrag zu starten, was wieder mit neuen Kosten verbunden ist.

Wer zahlt die betriebliche Altersvorsorge?

In Zukunft gibt es nur noch zwei Möglichkeiten bei der betrieblichen Altersvorsorge:
Entweder Ihr Arbeitgeber finanziert die Beiträge komplett. Das ist eine sogenannte arbeitgeberfinanzierte bAV.

Die häufigste Form wird eine Mischfinanzierung sein, das heisst Sie zahlen einen Teil der Beiträge aus Ihrem Bruttolohn und Ihr Arbeitgeber gibt einen Teil dazu. Zusätzlich können Sie auch Ihre Vermögenswirksamen Leistungen in die bAV fließen lassen. Sie müssen aber keine Beiträge von Ihrem Girokonto überweisen.

Wem gehört die betriebliche Altersvorsorge?

Ihr Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und verantwortlich für die Bezahlung der Beiträge und verbucht diese auf Ihrer Gehaltsabrechnung.
Sie sind versicherte Person und (in den meisten Fällen) unwiderruflich bezugsberechtigt: Der Arbeitgeber kann die Leistung aus dem Vertrag nicht verweigern und auch das Guthaben in diesem Vertrag nicht verpfänden. Sollte Ihr Arbeitgeber in die Insolvenz gehen wird Ihre betriebliche Altersvorsorge auch nicht zur Insolvenzmasse gezählt und es bleibt Ihre Zusatzrente!

Wann lohnt sich eine betriebliche Altersvorsorge?

Durch die gesetzliche Neuregelung kann man fast sagen: Immer. Es gibt natürlich auch Fälle in denen Sie genau hinschauen müssen. Zum einen bei kurzen Laufzeiten unter 20 Jahren mit geringer Förderung oder bei unsicheren Arbeitsverhältnissen wie Befristung, Probezeit oder Zeitarbeit. Grundsätzlich muss wie bei jeder Anlage immer der Einzelfall geprüft werden.
Bei Laufzeiten über 20 Jahren steigt die Attraktivität deutlich und für junge Leute wird die betriebliche Altersvorsorge fast zum „Pflichtprodukt“ neben der gesetzlichen Rente werden.

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